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The Kurious Radio
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59 Min.

Analoge Sprachnachrichten

Voice-o-maten, Schallplatten im Briefumschlag, Audiobriefe aus 1912 und 1968. Eva Kapeller-Hallama bringt Originalaufnahmen mit.

Analoge Sprachnachrichten
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Hallo, wie geht’s? Gut? Mir auch! Wie ist es, die eigene Stimme aufzunehmen, sie auf einer Schallplatte einzuschreiben, in einen Briefumschlag zu stecken und dann über den Atlantik aus der USA zurück nach Wien zu verschicken?

Sprachnachrichten gibt es schon überraschend lange. Vor dem Kassettenrecorder, mit dem jede Person ein Aufnahmegerät ins Haus bekam, gab es im öffentlichen Raum Voice-o-maten, das sind Aufnahmekabinen, die ein bisschen wie Telefonzellen aussahen. Man warf eine Münze rein und hatte 2 Minuten Zeit, ins Mikrofon zu sprechen. Die Schallplatte, die dabei herauskam, konnte man dann versenden oder weiter schenken.

Eva Kapeller-Hallama beschäftigte sich die letzten Jahre mit analogen Audiobriefen. Sie leitet das Forschungsprojekt SONIME – Sonic Memories, Audio Letters in Times of Migration and Mobility und baute damit an der Österreichischen Mediathek eine eigene Audiobriefsammlung auf. In dieser Episode ist sie bei uns im Studio zu Gast und hat einige Originalaufnahmen mitgebracht! Ihr hört Briefe aus dem Jahr 1912 und 1968, einen, der in einer Badewanne aufgenommen wurde, und einen, bei dem niemand weiß, wer denn die darauf zu hörenden Personen sind.

Eva: „Man kann sehr viel durch die Stimme selbst erfahren. Wenn man eine Aufnahme hat, auf der mehrere Familienmitglieder zu hören sind, und wir jetzt den Kontext dazu nicht haben, kann man die Beziehungen oft an den Zwischentönen verstehen, nicht an den Worten. Man kann hören, in welchem Verhältnis die einzelnen Personen zueinander stehen.“

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