Fast alle, mit denen wir darüber reden, sagen denselben Satz: Ich würde gern wieder mehr lesen. Und dann liegt das Buch drei Wochen auf dem Nachttisch, während abends das Handy gewinnt. Dieser Schwerpunkt handelt nicht davon, dass Lesen gut für einen ist. Das wissen alle. Er handelt davon, wie man wieder hineinkommt.
Iris hat sich dafür an ihre Kinderbücher erinnert, die sie verschlungen hat, und daran, was damals anders war: Die Bücher waren leicht genug, dass das Lesen selbst nicht die Anstrengung war. Daraus sind fünf Buchtipps geworden, für die man sich ein bisschen schämen darf und die trotzdem funktionieren.
Andreas ist die andere Frage angegangen: Wer entscheidet eigentlich, was wir lesen? Sein Ausgangspunkt war eine Biografie von Konrad Lorenz, die er nie gefunden hätte, wenn ihm ein Algorithmus die Empfehlung gemacht hätte – und die Idee einer Lesekultur, in der man sich seine Bücher wieder selbst sucht.
Dazwischen liegt die Autofiktion: Bücher, in denen das eigene Leben der Stoff ist. Bei Sheila Heti wird daraus die Frage, ob sie ein Kind haben will – ein Buch, das man liest und dann wochenlang nicht loswird.